Meinen ersten Artikel in diesem Blog widme ich dem mittlerweile ein paar Jahre alten und sehr gewachsenem Musikportal last.fm. Warum last.fm? Ich habe den Dienst seit seinem Start im Web 2.0-Tummel beobachtet. Am Anfang war es ein kleines Internet-Radio, welches meist unbekannte Bands von unbekannten Labels mit dem hauseigenen Player abspielen lies. Heuer ist es zu einem echten Web-Portal der zweiten Generation geworden. Das Musik-Angebot ist riesig geworden und deckt fast alle bekannten Musikrichtungen mit einem großen Bestand ab.

Was ich bei last.fm gut finde, ist die übersichtliche Benutzeroberfläche. Die Elemente sind gut strukturiert und übersichtlich angeordnet. Ein weiterer Pluspunkt: Es gibt kaum Werbung, die blinkt und nervt. Der Service konzentriert sich darauf, Mitglieder mit gleichem musikalischem Geschmack zu verbinden. Es gibt natürlich viele anderen “share”-Online-Portale, last.fm beschränkt sich aber eben nur auf Musik, was ich auch gut finde.

Gut realisiert finde ich auch die Funktionalität, dem Hörer ähnliche Bands in der gleichen Musikrichtung zu präsentieren. Ich suche oft nach Bands in der mich ansprechenden Musikrichtung, die ich noch nicht kenne. Wenn ich z.B. zero 7 bereits kenne, ist mir Bonobo noch nicht bekannt.

Radio mit ähnlichen Künstlern: Wie funktioniert das? Nach last.fm ganz einfach – man gibt den Namen des Künstlers/Band in das Suchfeld ein und schon spielt last.fm Songs des gefundenen Künstlers/Band und ähnliche. Na ja, ähnlich ist eben nicht gleich – es werden manchmal Songs von Künstlern gespielt, die nach meinem Geschmack nicht viel gemeinsam mit dem gesuchten/gefundenen haben. Das war früher der Kritikpunkt bei last.fm, so ist es anscheinend immer noch.

Na gut, den guten Eindruck von last.fm möchte ich damit nicht trüben – es gibt auch eine positive Seite der großzügigen Auslegung der Ähnlichkeit – man macht ab und zu eine Entdeckung, eine neue gute Band, die man früher nicht gekannt hat.

Was mich ein bisschen trübt ist die Tatsache, dass last.fm als Werbung und Anregung zum Kauf konzipiert ist. Leider nicht alle Songs sind in voller Länge abspielbar – soweit sind aber auch diverse offizielle Musikdownload-Portale – anhören möchte ich Songs in voler länge, 30 Sekunden bringen mir nichts.

Bei last.fm stehen auch Musik-Videos zum Abspielen bereit. Die Bildqualität und die Auflösung lassen leider zu wünschen übrig, so dass man gerade in das Video “reinschnuppern” ohne dabei die bewegten Bilder genießen zu können. Hoffentlich ändert sich das noch zum Besseren. Für YouTube stellt last.fm in dieser Hinsicht jedenfalls keine Konkurrenz dar.

Zum Stöbern, neue Bands, Musikrichtungen und Gleichgesinnte entdecken und kennenlernen ist last.fm allemal gut. Vielleicht stehen später mehr Bands/Songs zum Hören in voller Länge zur Verfügung.

  3 Responses to “last.fm: Webradio oder Musikportal?”

  1. Ich möchte künftig mehr über meine Erfahrungen mit Last.fm berichten. Das ist hier (hoffentlich) nur die Einführung.

    Servus
    Leo

  2. Mal wieder reingeschnuppert: Das Radio wird a bisserl besser, der Musik-Bestand anscheinend größer; viel mehr ist aber seit April letzten Jahres nicht geschehen.

  3. Z.Z. höre ich last.fm überhaupt nicht mehr – zu umständlich, v.a. eine vernünftige Playliste zu erstellen scheint für mich unmöglich zu sein.

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