Der Platz-Hirsch unter kostenlosen Benutzer-Tracking-Tools. Google hat den Dienst von Urchin gekauft und in Google Analytics umgewandelt. Für einen kostenlosen Service (ein Google-Konto vorausgesetzt) bietet das Tool viele Analysemöglichkeiten und gute graphische Darstellung.
Nach einer Überarbeitung ist der Dienst noch ein wenig benutzerfreundlicher und die Grafiken noch etwas ansehlicher geworden. Wobei die Benutzeroberfäche und Grafiken in meinen Augen schon fast im Clicky-Bunty-Look zu smothy erscheinen. Na ja, ist eben Geschmacksache (s. Abb. “Dashboard”). Was Funktionen betrifft, bietet Analytics für einen kostenlosen Dienst ziemlich viel. Der Dienst ist allerdings auf E-Commerce ausgerichtet – er bietet z.B. eine nahtlose Integration von Google AdWords.
Die Benutzeroberfläche hat vier Themenbereiche, über die weitere Detailinformationen abrufbar sind. Die Themenbereiche sind: Besucher, Zugriffsquellen, Content und Ziele. Besucher-Berichte beinhalten die Statistiken über die Anzahl der Besucher, der besuchten Seiten u.ä. und die technische Ausstatung der Clients (Browser, Verbindungsgeschwindigkeit, Sprachen, s. Abb. “Besucherübersicht”).
Die Berichte über die Zugriffsquellen zeigen, über welche Seiten bzw. Suchmaschinen die Besucher auf die Seiten kommen. Wenn Besucher über die Suchmaschinen auf die Site gelnagen, wird auch wie üblich berichtet, welche Suchbegriffe die Besucher eingegeben haben (s. Abb. “Zugriffsquellen”). Dies ist in meinen Augen der interessanteste Teil der Berichte, denn er zeigt, was die Besucher z.Z. interessiert und was auf der Site gefragt ist.
Die Rubrik Content zeigt in der Übersicht, welche Seiten am meisten aufgerufen wurden (s. Abb. “Übersicht über die Seiteninhalte”). Interessant wird hier im Detail: Top-Webseiten, Beliebteste Zielseiten, Häufigste Ausstiegsseiten. Dieser Bereich zeigt detailierter, was die Besucher der Site am meisten interessiert und wie der Besucher durch die Site navigiert, wenn er nicht gleich aussteigt. Hier kann man auch die Statistik zu allen Seiten bezüglich der Seitenzugriffe in einer Tabelle ansehen.
Es gibt logischerweise auch bei Google eine geographische Übersicht, welche zeigt, aus welchen Regionen der Welt die Besucher auf die Site zugreifen. Diese Grafik zeigt z.B. der StatCounter mit Google Maps viel detailierter als Google mit seinem Analytics. Der Grund könnte der Schutz der privaten Sphäre und die graue Zone der presonenbezogenen Datensammlung sein. Auf jeden Fall beschränkt sich Analytics auf eine Statistik zu einzelnen Städten einer Region (s. Abb “Google Analytics: Karten-Overlay”).
Der Bereich Ziele ist für den geschäftlichen Teil der Site gedacht. Hier kann man bestimmte Ziele, wie z.B. die Seite “Vielen Dank für Ihren Einkauf” definieren, um zu sehen, wie viele Besucher diese Seite (dieses “Ziel”) erreichen. Für eine rein informative Site ist es natürlich nicht so interessant, es sei denn, man möchte den Besucher auf eine bestimmte Seite lenken und überprüfen, wie gut das klappt.
Fazit:
Der Google Analytics bietet für einen kostenlosen Dienst sehr viel. Es werden viele detailierten Statistiken generiert, die eine tiefgreifende Analyse ermöglichen. Trotzdem bleibt mein Favorit StatCounter, weil Detailinformationen in der Standardkonfiguration nur mit vielen Klicks erreichbar sind und der Dienst auf E-Commerce und AdWords ausgerichtet ist, womit ich z.Z. nichts am Hut habe.
Den groben Funktionsumfang können Sie unter Google Analytics Funktionen lesen.
Am 3. September habe ich das Tracking mit Google Analytics eingestellt. Zu viel JavaScript beim Laden der Seiten. Es langt schon, wenn Snap Shots so lange braucht. Es reicht! Keine Lust mehr, das Evil Google mit Infos zu speisen. Es ist genug! Ich kann nicht mehr! Hallooooo! Hört Ihr mich!!!