Wer sich intensiver mit CSS beschäftigt, kennt die Situation nur allzu gut: In allen Browsern sieht das Layout aus wie gewünscht – nur nicht im Internet Explorer. Der Internet Explorer ist das Problemkind bei der Entwicklung von CSS-Layouts, wobei er der am häufigsten verwendete Browser ist und bleibt (z.Z. IE6 ~ 70%, IE7 ~ 12% und IE5 ~ 4% nach der Statistik von www.webhits.de). Deshalb möchte ich nachfolgend Infos zusammenstellen, die bei Abweichungen im Layout beim IE hilfreich sein könnten.

Konditionale Kommentare für Internet Explorer:

If-Block wird nur für IE ausgeführt:


<!--[if IE]>
...
<![endif]-->

If-Block für eine bestimmte Version des IE (z.B. 6 oder 7):


<!--[if IE 6]>
...
<![endif]-->

CSS-Anweisungen nur für IE (* html-Selektor):


* html .list ul { height: 0px; }
  html > body .list ul { overflow: auto; }

Darstellungsmodi im IE: Quirks & Standard:
Bei fehlender oder unvollständiger Dokumenttyp-Deklaration wechselt der Internet Explorer 6 und 7 in den Quirksmodus – Webseitendarstellung wie bei Internet Explorer der 5.x Generation.

Eine Abfrage des Modus ist mit JavaScript möglich:


<script type="text/javascript">
alert(document.compatMode);
</script>

Im Standardmodus wird “CSS1compat” ausgegeben, im Quirksmodus “BackCompat“.

Bei Problemen mit IE könnte die Internet Explorer Developer Toolbar hilfreich sein. Für die Arbeit mit CSS ist der Dominspector besonderes praktisch, Sie blenden ihn über ViewDom ein. So lässt sich auch feststellen, ob ein Element Layout hat oder nicht. Hat es Layout, so erscheint hier hasLayout: -1. Bei einem Element ohne Layout steht hingegen hasLayout: 0. Zum Thema hasLayout sehen Sie den Artikel Über hasLayout.

Links zu weiterführenden Informationen:
Explorer Exposed! – Demos einiger IE-Bugs
CSS tests and experiments by Bruno Fassino

Quelle: Auszüge aus dem Artikel “CSS-Problemkind” in Internet Professionell, Juni-Ausgabe S. 46 ff.

  Keine Antworten bis “Internet Explorer & CSS”

Kommentare (2)
  1. Ein paar Sätze in deinem Beitrag kommen mir richtig bekannt vor, z.B.
    “Wer sich intensiver mit CSS beschäftigt, kennt die Situation nur allzu gut: In allen Browsern sieht das Layout aus wie gewünscht – nur nicht im Internet Explorer.”
    oder
    “Bei fehlender oder unvollständiger Dokumenttyp-Deklaration wechselt der Internet Explorer 6 und 7 in den Quirksmodus”
    etc. etc.
    … die stammen aus meinem Artikel aus der Internet Professionell, Juni-Ausgabe S. 46 ff.

    Freue mich natürlich, wenn ich zitiert werde ;-) aber ein Hinweis auf den Artikel sollte dann nicht fehlen!

    Grüße

    Florence

  2. Selbstverständlich mache ich das und bitte um Verzeihung, wenn ich nicht immer die Quelle bzw. den Autor angebe. Im Web ist es der Link zur Seite des Autors – bei gedruckten Medien ist die Quelle, gebe ich zu, sonst nicht gleich erkennbar.

    Artikel in gedruckten Zeitschriften sind für mich oft lediglich ein Anreiz über das Thema zu schreiben und dabei für mich Interessantes aus dem Artikel im Blog zu notieren. Es ist nicht mein Ziel, Inhalte anderer für eigene Münze zu verkaufen. Natürlich ist es keine Rechtfertigung für fehlende Quellenangabe.

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